Nach der Schlacht
Nach der Schlacht waren die grünen Wiesen rot
Nach der Schlacht waren viele Kameraden tot
und man stellt sich auf das verbliebene Bein
und man meint das müsste der Sieg schon sein
und man meint
Feiern den Sieg der Revolution
Die Amputierten auf der Station
Billig der Wein doch sie gießen sich ein
Kamerad ist nicht schad umd das Bein muss es sein Kamerad
Vergossen viel Blut doch gewonnen die Macht
Und die Schlacht um die Macht war ihre letzte Schlacht
nun wird der Mensch zwar menschlich sein
Kammerad ist nicht schad um das Bein um das Bein muss es sein Kammead
aber auf einmal bricht ab ihr Gesang
einer zeigt aus dem Fenster da spazieren sie lang
die neuen Menschen der neue Mensch
der sieht aus wie er war
außen und unterm Haar wie er war
Kein Paradies Kamerad wird es sein
der Mensch wächst sehr mühsam und nicht von allein
in diesem großen Mantel der Macht
um das bein wär es schad schlägst du nicht Kamerad noch die Schlacht
Nach dem Sieg waren die grünen Wiesen rot
Nach dem Sieg waren viele Kameraden tot
und man stellt sich auf das verbliebene Bein
denn die Schlacht wird vieviel länger sein
Ich bau euch ein Lied
Ich bau euch ein Lied aus blauen Pflastersteinen
und lege es in euer Hand
Da fallen die Steine almählich auseinander
und werden ein herlicher Sand
und blast ihr in den Sand euren Atem aus
werden Wellen draus
mögen diese Wellen
auch in euch selber Kreise ziehen
auf den Schwellen
zum Herzen euch wie Blumen blühn
ich bau euch ein Lied aus alten Mondstein
Gelbe Strassenbahnballade
Gelbe Strassenbahnballade
ein Mädel und ein junger Mann
der Fahrer schaut zu in seinem Spiegel
und hält paar Haltestellen lang nicht an
aber weil es spät in der Nacht ist
da kümmert es keinen so sehr
das Mädchen sagt bitte nicht doch hier drinn
der Fahrer sieht im Spiegel zu und her
auf alten Gleisen fährt die Bahn
Gelbe Strassenbahnballade
der Fahrer......
die zwei sind verschlungen so verschlungen
und halten sich einander irgendwo
doch dann fahren sie auseinander
mit einen mal hält alles an
und wie sie gehen sehen sie der Mann da
ist trauig gelb wie seine Strassenbahn
Mama
Mama
Oh du meine Mama
Mama
Du meine Mama....
schließ die Wunden deiner Sehnsucht zu
Purpurot fällt im Theater
der Vorhang nieder
und Vater kommt
nie wieder nie wieder nie wieder...
mancher Vater ging verlorn im Krieg
mancher ging verloren an der liebe
zu einer anderen zso viele Tränen wandern
und wandern und wandern und wandern ...
Mama !!!
Als ich wie ein Vogel war
Als ich wie ein Vogel war, der am Abend sang,
riefen alle Leute nur Sonnenuntergang.
Alle Vögel sind schon da, keiner das rief.
Ohne Stimme flog ich fort, als schon alles schlief.
Irgendwann will jedermann raus aus seiner Haut.
Irgendwann denkt er dran, wenn auch nicht laut.
Als ich wie der Himmel war, überm Rosenstrauch
setzte mancher sich und sprach: Rosen blühen auch!
Ach wie ist der Himmel der Himmel blank, keiner kam da rauf.
Fiel mein Regen auf die Bank, standen alle Leute auf.
Irgendwann will jedermann raus aus seiner Haut.
Irgendwann denkt er dran, wenn auch nicht laut.
Keiner höre als ich sang - man sah das schöne Wetter.
Fiel mein Regen auf die Bank - man sah die Rosenblätter.
Meine Stimme sprang beim Sonnenuntergang so schön wie Rosenblätter.
Fiel mein Regen auf die Bank, mein Himmel wurde krank, und auch mein Wetter